12.2019

Bodo Korsig

‹Escape from Memory›

22.2. – 30.3.2019

Eröffnung Donnerstag 21.2.2019, 18-20h

Bodo Korsig, „HIDDEN MIND“ 2016, Stahl, powder-coated, Lack ca. 250x 250 x 3 mm
Bodo Korsig, „HIDDEN MIND“ 2016, Stahl, powder-coated, Lack ca. 250x 250 x 3 mm
Bodo Korsig, „HIDDEN MIND“ 2016, Stahl, powder-coated, Lack ca. 250x 250 x 3 mm
Bodo Korsig, „HIDDEN MIND“ 2016, Stahl, powder-coated, Lack ca. 250x 250 x 3 mm
Bodo Korsig, „HIDDEN MIND“ 2016, Stahl, powder-coated, Lack ca. 250x 250 x 3 mm
Bodo Korsig, «expect the unexpected», 2016, Öl auf Papier, gerahmt, 42 x 42 cm
Bodo Korsig, «expect the unexpected», 2016, Öl auf Papier, gerahmt, 42 x 42 cm
Bodo Korsig, «expect the unexpected», 2016, Öl auf Papier, gerahmt, 42 x 42 cm
Bodo Korsig, «expect the unexpected», 2016, Öl auf Papier, gerahmt, 42 x 42 cm
Bodo Korsig, «Gedankensplitter 2», 2018, ca. 50 x 50 x 10 cm
Installation view
Bodo Korsig „herz[stück]“ 2016/2017, Zeichnung auf Papier, je 60 x 60 cm
Bodo Korsig „herz[stück]“ 2016/2017, Zeichnung auf Papier, je 60 x 60 cm
Bodo Korsig „herz[stück]“ 2016/2017, Zeichnung auf Papier, je 60 x 60 cm
Bodo Korsig, «Feed Your Soul», 2014, Spezial-Plexiglas, LED Lampen, 17,5 x 2,5 x 3 cm
Installation view 2019
Installation view 2019
Installation view 2019
Installation view 2019
Installation view 2019
Installation view 2019
Installation view 2019

Bodo Korsig lebt und arbeitet zwischen Trier und New York. 1962 in Zwickau (D) geboren, studierte er Bildhauerei und Steinrestaurierung in Berlin. Er arbeitet mit einer großen Bandbreite künstlerischer Techniken und Materialien: Holzschnitt, Zeichnung, Malerei, skulpturale Reliefs sowie Fotografie und Film.

Angetrieben von der Frage nach den Strukturen menschlicher Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen, hat der Künstler vor vielen Jahren begonnen, sich mit Neurowissenschaften und Verhaltensforschung zu beschäftigen. Er kreiert poetische, provokative, rätselhafte und schlagwortartige Bilder zu existentiellen Themen des Menschseins. Viele Arbeiten Bodo Korsigs thematisieren Verhaltensmuster unter Extrembedingungen wie Angst, Gewalt oder Tod. Die abstrakten Formen, die ganz auf die Kraft der grafischen Linien setzen, prägen sich, obwohl sie komplizierter sind, dem Betrachter wie Logos aus der Werbewelt ein. Sie erscheinen fremd und doch eigentümlich vertraut, sind teilweise inspiriert und abgeleitet von medizinischen Darstellungen, teilweise aber auch von Alltagsgegenständen, die sich dann nur scheinbar in einen Gesamtkontext einfügen.

Die auf den ersten Blick verführerischen, runden weichen Formen verwandeln sich bei näherer Betrachtung in seltsame Gewächse, die eine unberechenbare und auch unkontrollierbare Energie ausstrahlen. Diese zunächst “freundlich“ ornamental wirkenden Bildzeichen können einen aber auch an die schematischen Darstellungen von Zellstrukturen, Bakterienketten oder virale Wucherungen denken lassen. Es ist das Spiel mit den ambivalenten Gefühlsregungen und der Irritation seiner eigenen Seherfahrung, die den Künstler reizt. Der Betrachter fühlt sich zwischen Faszination, Vertrauen und Misstrauen verführt und angezogen, gleichzeitig aber auch bedrängt, bedroht und ausgeliefert. Seine Bildwelten kombiniert Bodo Korsig oft mit Textfragmenten. Die schlagwortartigen Sentenzen beziehen sich auf existenzielle Themen wie Liebe und Sexualität, Leben und Sterblichkeit, Vergessen und Erinnern, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Zusätzlich zur Ausstellung in der Galerie Bernhard Bischoff & Partner ist vis à vis im Showroom von Videokunst.ch die Arbeit «Weltruhe» von Bodo Korsig zu sehen. In diesem Video bringt der Künstler die Disziplinen Tanz, Lyrik, Musik und Video zusammen, Ausgangspunkt ist ein Gedicht des Berliner Lyrikers Scardanelli (Thorsten Preisser).