Samuel Blaser

 

‹SKIP THE PIT STOP›

6.4.-20.5.2017

 

Hellseher, 2016, Öl auf Holz, 36 x 34 cm
Paar mit Birke, 2016, Öl auf Leinwand, 151 x 111 cm (mit Rahmen)
Geschwister III, 2016, Öl auf Leinwand, 82 x 57 cm
Herkunft, 2016, Öl auf Leinwand, 28 x 27 cm
Aufbruch, 2015/17, Öl auf Leinwand, 24 x 33 cm
Halbzeit, 2017, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm
Punkt, 2017, Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm
Massnahme, 2016, Öl auf Leinwand, 130 x 78 cm
Flöte, 2016, Öl auf Holz, 27 x 26 cm
Disco, 2016, Öl auf Holz, 36 x 31 cm
Auftrag, 2016, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm
Förster, 2015, Öl auf Holz, 28,5 x 20 cm

Menschen im Adamskostüm bevölkern die Ausstellung "Skip the Pit Stop" von Samuel Blaser. Es scheint, als haben sie die Zivilsation hinter sich gelassen und sind auf sich selbst gestellt, zuversichtlich und verletzlich zugleich. In kleinen Gruppen oder als Einzelpersonen erscheinen sie auf den Leinwänden: Einige Menschen sind vertieft in unergründliche Handlungen, andere suchen den Blickkontakt zum Betrachter. Auch fassen sie sich behutsam an, halten Gegenstände in den Händen oder berühren den Bildrahmen. Die "glücklichen Verlierer" haben den Boxenstopp ausgelassen. Sie vermitteln eine eigenartige Präsenz, die mit einer sanften Ironie einhergeht.

Samuel Blaser kehrt in dieser Ausstellung vorwiegend zum intimen kleinformatigen Bild zurück. Er malt in Öl in mehreren Schichten und Lasuren. Für seine Bildhintergründe wählt er teilweise hellgelbe oder blaue Farbtöne, die mit der subtilen Varietät des Inkarnats harmonieren. Man entdeckt feine Farbnuancen, die an die Malerei der Altmeister erinnern. In den letzten zwei Jahren arbeitete der Künstler mit Modellen. Er ging primär auf deren Körperhaltung ein, die Gesichter malte er in freier Manier. Die den nackten Körper umgebende Landschaft in seinen Gemälden setzt sich zusammen aus Fragmenten von Architekturen, Strassen, Bäumen und Wiesen. Auch abstrakte Formen treten in seinen Gemälden auf, welche die Landschaften eingrenzen und durchkreuzen oder eigenständig monochrome Elemente bilden.

Die Gemälde von Samuel Blaser entziehen sich klassischen Deutungsmustern, Fragen werden bewusst offen gelassen. Sie vermitteln Ort- und Zeitlosigkeit und lassen nur ansatzweise Narration zu. Die nackten Menschen haben kaum Anzeichen von Expressivität, eher befinden sie sich im Zustand einer wachen Kontemplation, die den Blick des Bildbetrachters einbezieht.



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