01.2020

Reto Camenisch, Raffaella Chiara, Kotscha Reist, Francisco Sierra, Dominik Stauch: ‹Originally Bern›

25.4.-25.5.2013

 

Reto Camenisch, «Eiger III», 2004, Handabzug auf Silbergelatinepapier, 99 x 78 cm
Reto Camenisch, «Eiger III», 2004, Handabzug auf Silbergelatinepapier, 99 x 78 cm
Raffaella Chiara, «Quelle», 2013, Bleistift und Farbstift, 220 x 285 mm, ungerahmt
Raffaella Chiara, «Quelle», 2013, Bleistift und Farbstift, 220 x 285 mm, ungerahmt
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Corinnes Birdhouse», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Corinnes Birdhouse», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Dutch Light», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Dutch Light», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Dutch Memory», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «Dutch Memory», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «The Dutch Certain», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Kotscha Reist, «The Sorrow of Holland», «The Dutch Certain», 2013, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Francisco Sierra, «Disco Depression», 2013, Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm
Francisco Sierra, «Disco Depression», 2013, Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm
Dominik Stauch, «Fragment of a Star: Carole», 2012, Öl hinter Glas, 62 x 108 cm
Dominik Stauch, «Fragment of a Star: Carole», 2012, Öl hinter Glas, 62 x 108 cm

In Zusammenarbeit mit der Stadtgalerie Bern, dem Gegenwartsprojektraum des Berner Kunstmuseums und dem Verein für Originalgrafik zeigen wir unsere nächste Ausstellung, ORIGINALLY BERN. Der Tiefdruck ist das verbindende Thema in der Stadtgalerie und dem Gegenwartsprojektraum – wir zeigen Originale einiger beteiligter KünstlerInnen dazu. Entstanden ist ein spannender und vielseitiger Dialog zwischen Techniken und Inhalten.
 
Reto Camenisch versteht es eindrücklich, das Wesen einer Landschaft aufzuspüren und in unverkennbaren Bildern festzuhalten. Ob in seiner unmittelbaren Heimat, dem Berner Oberland, oder aber auf allen Kontinenten, stets steht die Landschaft im Zentrum – vertraut, aber gleichzeitig entrückt und zeitlos. Immer wieder verblüffen Raffaella Chiaras Zeichnungen aufs Neue, indem die Künstlerin mit wenigen Strichen ein ganzes Universum erfindet. Es gelingt ihr, mit Bleistift- und Farbstiftstrichen oder installativen Zeichnungen auf die Wand wunderbare Gedankenwelten zu visualisieren. Mal schemenhaft zurückhaltend, mal kraftvoll inszeniert, breitet sich in Kotscha Reists Bildern vor den BetrachterInnen ein Kosmos zwischen Aktualität und Historie aus. Landschaften und Interieurs stehen gleichberechtigt neben figurativen Arbeiten oder Stillleben. Fotorealistische Gemälde kommen in Francisco Sierras Werk ebenso vor, wie absurde, surreale Kompositionen, die, fast “kindlich-naiv“, mit unvergleichlichem Können auf Papier oder Leinwand gebracht werden. Allen Arbeiten gemein ist eine erfrischende Ironie, mit welcher sich der Künstler durch sein eigenes, künstlerisches Universum schlängelt. Die von Dominik Stauch oft angewendete, konsequente Reduktion auf geometrische Grundformen kommt in den gezeigten, mittelformatigen Hinterglasmalereien zum Ausdruck. Bei ihnen thematisiert und variiert er ein Motiv, etwa einen Stern, mit feinen, pastosen Farben.

 

Bernhard Bischoff