03.2020

Samuel Blaser, Sandra Boeschenstein, Katia Bourdarel, Quynh Dong, Kotscha Reist, Erich Weiss: ‹On Paper›

7.6.-7.7.2012

Kotscha Reist, «Monkey Tree 1», 2011, Öl auf Papier, 65,5 x 50 cm, gerahmt
Kotscha Reist, «Monkey Tree 1», 2011, Öl auf Papier, 65,5 x 50 cm, gerahmt
Kotscha Reist, «Monkey Tree 2», 2011, Öl auf Papier, 65,5 x 50 cm, gerahmt
Kotscha Reist, «Monkey Tree 2», 2011, Öl auf Papier, 65,5 x 50 cm, gerahmt
Quynh Dong, «Schattenmonument», 2010, Aquarelle auf Papier, 29,7 x 21 cm
Quynh Dong, «Schattenmonument», 2010, Aquarelle auf Papier, 29,7 x 21 cm
 

Die aktuelle Ausstellung in der Galerie Bernhard Bischoff ist vollumfänglich der gegenständlichen “Zeichnung“ gewidmet. Durch Jahrhunderte hindurch war die Zeichnung eigentlich bloss Mittel zum Zweck; und trotzdem sprachen schon die Renaissancetheoretiker von der “ursprünglichsten“ aller Kunstgattungen, der ersten Idee, der leichthändigen Umsetzung – vom eigentlichen “Original“. Wohl gerade deshalb haben die Arbeiten auf Papier ihren Reiz nie verloren und sind auch für KünstlerInnen von heute immer noch höchst aktuell – auch wenn sich der klassische Zeichnungsbegriff (Metallstift/Kohle auf Papier) sukzessive zu Gunsten eines breiteren Verständnisses der Gattung erweitert hat. Die Galerie zeigt Arbeiten der langjährigen GaleriekünstlerInnen Samuel Blaser, Katia Bourdarel, Kotscha Reist und Erich Weiss. Alle arbeiten gegenständlich, wenn auch komplett verschieden: Blaser bringt leichthändig Episoden aus dem Leben aufs Papier, Bourdarel zeigt feine Blätter voller bitterböser Fallstricke, Reist operiert an der Schnittstelle zur Malerei, und die Arbeiten von Weiss sind in der Nähe zur Konzeptkunst zu lesen. Zu den vier KünstlerInnen wurden für die Ausstellung zusätzlich Sandra Boeschenstein und Quynh Dong eingeladen, die in den letzten Jahren beide eine sehr eigenständige Zeichnungssprache gefunden haben: Bei Boeschenstein sind es komplexe Bildgeschichten, die sich vor den BetrachterInnen aufrollen, bei Dong poetische Aquarelle, die sich beinahe aufzulösen scheinen.

 

Bernhard Bischoff